Staatssekretär Kurz: Erfolgreiche Integrationspolitik ist erfolgreiche Bildungspolitik
Thema der AK-Enquete war "MigrantIn ist nicht gleich MigrantIn – Herausforderungen und Lösungen für den Wiener Arbeitsmarkt". Dabei wurde auch eine AK-Studie präsentiert, die die Beschäftigungssituation von Menschen mit Migrationshintergrund in Wien beleuchtet. Am Podium diskutierten neben Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz, die Wiener Stadträtin für Integration, Sandra Frauenberger, Bildungsministerin Claudia Schmied, Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel über Herausforderungen und Lösungen bei der Integration von MigrantInnen am Wiener Arbeitsmarkt.
"Mein Zugang lautet Integration durch Leistung. Das heißt, dass wir darauf schauen, was jemand in Österreich leistet und nicht auf die Hautfarbe, Religion oder Herkunft", sagte Kurz. Dazu müsse man aber auch die entsprechenden Rahmenbedingungen bieten.
Großen Aufholbedarf sieht Kurz vor allem bei den Migrantinnen: "Oft sind gerade Migrantinnen ohne Arbeit, das heißt meistens auch weniger integriert. Österreich braucht aber die weiblichen Fachkräfte – wenn man zum Beispiel an interkulturelle Mitarbeiterinnen in Kindergärten denkt oder auch an den Pflegebereich."
Für Kurz ist eine erfolgreiche Integrationspolitik auch eine erfolgreiche Bildungspolitik. "Wir müssen die Potenziale und Kompetenzen von Migrantinnen und Migranten heben und dadurch besser nutzbar machen." Als Beispiel nannte Kurz die einfachere Anerkennung von mitgebrachten Kompetenzen, denn das steigert die Chancen am Arbeitsmarkt.
