5 Fragen an Sebastian Kurz
"Jetzt werde ich an Inhalten gemessen"
Integrations-Staatssekretär Kurz nimmt zu seiner Rolle in der ÖVP und zur "Performance" der Partei Stellung.
1.) Sie haben knapp bessere Vertrauenswerte als Ihre Chefin und Parteikollegin, Innenministerin Mikl-Leitner. Haben Sie sich als 24-Jähriger in der ÖVP etabliert?
Nach einer Woche hatte ich schlechte Werte, jetzt, nach drei Monaten, werde ich an den Inhalten der Themen gemessen. Das sieht man am zweiten Gratis-Kindergartenjahr für Kinder, die nicht gut Deutsch sprechen.
2.) Um diese Idee zu realisieren, sind Sie aber auf Länder und Gemeinden angewiesen. Gibt es konkrete Zusagen?
Kanzler, Vizekanzler und alle zuständigen Landesräte haben positiv reagiert. Die Umsetzung beim ersten Gratisjahr hat drei Jahre gedauert, beim zweiten soll es schneller gehen. Noch ist es eine Vision von mir.
3.) Wie wollen Sie junge Themen in der ÖVP attraktiv machen? Ein Geilomobil wie vor der Wien-Wahl wird es wohl nicht mehr geben.
Jugendthemen werden oft nicht richtig wahrgenommen, da muss man manchmal über das Ziel hinausschießen, wie beim Geilomobil. Als Bundesvorsitzender der JVP habe ich das Recht, mich zu allen Themen zu äußern. Das mache ich jetzt schon aktiv, zum Beispiel bei den Pensionen.
4.) Bei der ÖVP liegt durch Vizekanzler Spindelegger und Erwin Pröll viel Fokus auf Niederösterreich. Können Sie als Wiener überhaupt mitgestalten?
Die ÖVP ist eine Partei, die vor Ort stark ist. Um als Volkspartei gut zu performen, braucht es den Einsatz aller neun Bundesländer.
5.) Spüren Sie seit dem Führungswechsel nun mehr Einsatz in der Partei?
Ich kann Ihnen sagen, dass die Stimmung in der Bundesregierung besser geworden ist. Auch bei der Parteibasis ist ein Ruck durch die Reihen gegangen.